Bewerten mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis

In zahlreichen Aktienbewertungen liest man oft das Argument, dass ein Unternehmen besonders günstig sei, weil es ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von weit unter 1 habe. Die implizierte Aussage: Für jeden Euro, den man in die Aktie steckt, bekommt man weit mehr Gegenwert in Form des Eigenkapitals in der Bilanz.

So einleuchtend dieser Ansatz klingen mag, führt er oft zu sogenannten Value Traps, auf Deutsch vielleicht „Wertfallen“. Dies hat zwei wesentliche Gründe: Zum einen sind die Gegenwerte zum Eigenkapital auf der Aktivseite der Bilanz nicht immer so werthaltig wie sie scheinen; zum anderen ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis nur eine Momentaufnahme, und berücksichtigt nicht, wie effizient das Unternehmen das Eigenkapital einsetzt. Schauen wir uns diese beiden Aspekte einmal genauer an:
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Clinuvel beantragt Patent für Afamelanotid bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Dies dürfte Aktionäre von Clinuvel freuen:

Clinuvel beantragt in den USA ein Patent zur Anwendung von Afamelanotid bei Erkankungen des zentalen Nervensystems (Patentantrag), z.B. für Demenz, Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson, oder auch ALS (Amyotrophic Lateral Sclerosis) – das ist die Krankheit, für die im Rahmen der bekannten „Ice Bucket Challenge“ im Jahr 2014 Spenden eingeworben werden sollten.

Bisher hatte Clinuvel (zuletzt auf der Aktionärsversammlung in 2016) betont, dass sie zahlreiche weitere potentielle Anwendungen im Bereich der Photoprotektion (Schutz der Haut vor UV-Strahlen) sehen. Mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems tut sich hier ein neues, sehr breites Anwendungsgebiet auf, dass aber im Pharma-Sektor auch starkem Wettbewerb unterliegt.

Clinuvel erhält Patent für Afamelanotid-Anwendung bei Vitiligo

Am 31. Oktober 2017 hat die US Patentbehörde den Patentantrag von Clinuvel für die Anwendung von Afamelanotid bei Vitiligo („Weißfleckenkrankheit“) positiv entschieden und das Patent erteilt(Patentschrift).

Damit ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht, ein entsprechendes Produkt in den US exklusiv vermarkten zu können. Das entsprechende Produkt ist zwar noch nicht fertig entwickelt und noch nicht zugelassen; Clinuvel hat jedoch im letzten Geschäftsbericht (S.4) bekräftigt, sich nach der Marktzulassung von Scenesse in den USA hierauf zu fokussieren.

Die „Weißfleckenkrankheit“ (Vitiligo) führt bei betroffenen zu lokalen Störungen der Hautpigmentation. Dadurch entstehen insb. bei dunkleren Hauttypen deutlich sichtbare, weiße Flecken. Prominente Betroffene sind unter anderem Michael Jackson oder das Model ….

Es wird geschätzt, das weltweit ca. 65-95 Millionen Menschen von Vitiligo betroffen sind.

Clinuvel Geschäftsjahr 2016/2017: Umsatz steigt um +165%, Gewinn um +326%

Clinuvel Pharmaceuticals hat heute die vorläufigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 (bis 30.06.2017) veröffentlicht.

Umsatzwachstum von beeindruckenden 165%, noch besser jedoch das überproportionale Gewinnwachstum um 326%. Diese Zahlen sind umso bedeutender, wenn man berücksichtigt, dass in einigen europäischen Ländern der Roll-out von Scenesse langsamer erfolgt als ursprünglich geplant.
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Bewertungsupdate (04/2017):
Clinuvel Pharmaceuticals Kursziel 20-24 EUR (>+300%)

Clinuvel Pharmaceuticals ist ein australisches Pharma-Unternehmen, das mit dem Wirkstoff Afamelanotide ein Molekül zur Marktreife gebracht hat, dass die natürliche Melanin(=Hautfarbstoff)-Produktion und dadurch bei zahlreichen Sonnenlicht-bedingten Erkrankungen deutliche Linderung verspricht. Wer meine grundsätzliche Investment-Hypothese noch nicht gelesen hat, kann dies hier nachholen.

Es ist einiges passiert in den letzten Monaten – Clinuvel hat Scenesse in mehreren europäischen Märkten für die Indikation EPP eingeführt; im größten europäischen Markt Deutschland wurde vom Spitzenverband der Gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen eine Preisvereinbarung mit Clinuvel getroffen, so dass die Patienten und Kliniken jetzt deutlich mehr Sicherheit hinsichtlich der Erstattung haben.

Deshalb ist es an der Zeit, ein kurzes Bewertungsupdate zu machen.
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Preis für Scenesse in Deutschland vereinbart (Clinuvel Pharmaceuticals)

Nach dem Clinuvel im Mai 2016 die Marktzulassung für Scenesse in Deutschland zur Behandlung von EPP erhalten hat, wurde nun durch den GKV-Spitzenverband (Interessensvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland) der finale Preis für das Präparat Scenesse festgelegt. Leider wurde die finale Preisvereinbarung nicht veröffentlicht; üblich sind jedoch Rabatte von ca. 20-30% auf den Listenpreis. Dies würde bedeuten, dass ein Implantat zwischen ca. 14.500 EUR und 16.500 EUR je Implantat. Bei 3-4 Implantaten pro Patient pro Jahr wären dies 43.000 – 66.000 EUR Umsatz je Patient und Jahr.
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Solarworld: A perfect stock for an all-or-nothing strategy (English)

Vorwort: Warum auf Englisch?

Diesen Artikel habe ich bei Seeking Alpha (http://www.seekingalpha.com) eingereicht – er ist aber leider von der Redaktion abgelehnt worden, da Solarworld ein MicroCap ist und an den US-amerikanischen Börsen mit verschwindend geringem Volumen gehandelt wird. Da Seeking Alpha verhindern will, dass ihre Plattform für gezieltes Hypen missbraucht wird, haben sie die Veröffentlichung verständlicherweise abgelehnt. Da ich den Artikel als Idee für eine digitale Strategie, d.h. für einen Fall, in dem man sich sicher ist, dass der Aktienkurs sich nicht seitwärts bewegen wird, sondern drastisch nach oben oder unten ausbricht – getriggert durch ein digitales Ja/Nein Event -, für sehr interessant halte, möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten.

Deshalb geht es heute ausnahmsweise auf Englisch weiter – Viel Spaß beim Lesen!
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Spiegel-Online berichtet zu EPP und zur Verfügbarkeit von Scenesse in Deutschland: „Im Dunkeln gelassen“

Ein aufschlussreicher Artikel über die administrativen Hürden bei der Einführung von Scenesse in Deutschland:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/sonnenlicht-und-schmerzen-medikament-gegen-epp-nicht-verfuegbar-a-1131526.html