Archiv des Autors: MinusSinus

Clinuvel: Bewertungs-Update zu Schlaganfall & DNA Reparatur (SeekingAlpha)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf der genannten Wertpapiere (siehe Disclaimer am Ende des Artikels).

Discounted-Cashflow Bewertung von Clinuvel im Oktober 2020

Heute hat die SeekingAlpha-Redaktion meinen neuesten Artikel freigegeben – eine aktualisierte Monte Carlo Simulation des fairen Wertes von Clinuvel auf Basis der potentiellen Umsätze aus EPP, Vitiligo, XP, und jetzt vor allem auch DNA-Reparatur und Arterieller Ischaemischer Schlaganfall (AIS).

 

Wenig überraschend, dass sich mit den neuen Indikationen selbst bei vorsichtiger Schätzung ein fairer Wert je Aktie von 29-75 USD ergibt – 100 bis 400% über dem aktuellen Kurs.

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Clinuvel: Beginn einer IIa-Studie zur Behandlung von Schlaganfallpatienten

Clinuvel: Pressemitteilung zur Behandlung von Schlaganfallpatienten

Eine ereignisreiche Woche für Clinuvel:
Am Montag erschien die Nachricht, dass die erste Studie zur Behandlung von XP (Xeroderma Pigmentosa) erfolgreich ohne Probleme voranschreitet – ein kleiner, aber bedeutsamer Schritt Richtung Anwendungsfeld DNA Reparatur.

Dann die Zulassung von Scenesse zur Behandlung von EPP in Australien – ein überschaubarer Markt, aber ein Signal des Fortschritts.

Heute morgen dann eine Nachricht, die das vorhergehende in den Schatten stellt: Clinuvel hat eine Studie mit 6 Schlaganfall-Patienten begonnen, um mit Hilfe des Wirkstoffs Afamelanotide die Schädigung von Hirngewebe zu reduzieren.
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„Sommerliteratur“: Fundstücke zur Blase am Aktienmarkt

Ich habe länger keinen größeren Artikel hier geschrieben, da mir die Zeit und teilweise auch die Themen fehlen in einer Zeit, wo Preise und Value nicht viel miteinander zu tun zu haben scheinen. Ich lese aber recht viel, was andere

so schreiben. Hier ein paar Fundstücke aus der letzten Zeit, als Anregungen für kurze und unterhaltsame Sommerliteratur:

Die stärkste Entkopplung zwischen Aktienkursen und Profiten in der Geschichte?

Jesse Felders Podcast „Super-Investors and the Art of Worldly Wisdom“ erscheint sehr selten, hat aber jedes Mal tolle Dialoge mit spannenden Charakteren liefert – und Jesse hat eine enorm schnelle Auffassungsgabe und holt aus seinen Interviewgästen eine Menge spannende Statements raus. Auch sein Twitter-Account @jessefelder ist sehr folgenswert.

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Clinuvel: Auf dem Weg zur Ruhe die Nerven bewahren

Für viele Leser hier braucht der Blick ins Depot in den letzten Tagen starke Nerven. Die Märkte haben nach Erreichen der Allzeithochs vor dem Hintergrund der Sorgen um eine globale COVID-19-Pandemie in dieser Woche stark nachgegeben – und Clinuvel, deren Geschäftsaussichten eigentlich nicht konjunkturabhängig sind, haben überproportional gelitten.

Bereits nach dem Hoch zur FDA-Genehmigung im Oktober hat der Kurs bis Ende Januar kontinuierlich ca 45 % abgegeben, und steht nach dem beschleunigten Verfall in der letzten Woche nun 61 % unter dem Allzeithoch von 45.88 AUD.

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Tesla: Wie die Analysten helfen (/halfen?), die Story am Leben zu halten

Ich habe kürzlich eine Grafik auf Twitter veröffentlicht, die darstellt, wie die Analysten von Jahr zu die Zukunft von Teslas Profitabilität sehen (mein vorheriger Artikel dazu findet sich hier), und wie sie sich dann tatsächlich entwickelt hat:

Tesla Earnings per Share (EPS): Die Realität (in rot) und die jeweiligen Konsensus-Vorhersagen der Analysten

Dargestellt sind die jeweiligen Konsensus-Analysten-Vorhersagen für die Earnings per Share der nächsten Jahre (gestrichelte Linien), und die tatsächliche Entwicklung der EPS (rote Linie).

Die Analysten haben also von Jahr zu Jahr, trotz des offensichtlichen Verfehlens ihrer eigenen Prognosen, an der optimistischen Story festgehalten – und tendenziell sind die prognostizierten Gewinnsteigerungen sogar aggressiver geworden, während die realen Verluste sich vergrößert haben.

Unabhängig von der Frage, ob dies nun dem naiven Optimismus oder der Unmöglichkeit einer negativen Prognose geschuldet ist, stellt sich die Frage, ob der kontinuierliche Optimismus der Analysten nicht einen großen Teil dazu beigetragen hat, dass Elon Musk mehrere Milliarden an Kapital einwerben konnte, um ein strukturell unprofitables Geschäftsmodell zu skalieren.

Ich bleibe dabei: Tesla ist weit überbewertet, da es

  • das mögliche Wachstum im Markt für elektrische Fahrzeuge weit überschätzt hat
  • deshalb auf zu großen Kapazitäten sitzt, deren Produkte sie nur mit Rabatten an den Mann bringen kann
  • den Preispunkt seiner Fahrzeuge bereits ohne Rabatte zu niedrig gewählt hat, um in den nächsten Jahren damit profitabel zu werden
  • durch das nun verstärkte Kostenmanagement die Service-Qualität so weit senkt, dass die Kunden nachhaltig frustriert und die Marke beschädigt wird.
  • Der Traum von integrierten Nachhaltigkeitskonzern nicht umsetzbar ist, da im Bereich Solar und Batteriespeicher kein Alleinstellungsmerkmal vorliegt

Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird – aber der faire Wert ist maximal zweistellig. Aber:

«Der Markt kann länger irrational bleiben als Sie liquide.» 

John Maynard Keynes, Ökonom (1883 – 1946)

Interview auf Wikifolio.com: „Für Storytelling wird es immer eine Nachfrage geben“

Es ist schon einige Zeit her, dass ich hier einen neuen Artikel veröffentlicht habe – aktuell fehlt mir ein wenig die Zeit, aber auch die Ideen. Der Aktienmarkt erscheint mir aktuell recht hoch bewertet, es gibt also wenig interessante Stories.

Wenn Euch langweilig ist, kann ich Euch ein Interview anbieten, dass Astrid Schuch von wikifolio.com vor einigen Tagen mit mir geführt hat:

https://www.wikifolio.com/de/de/blog/traders-talk-minussinus-value-investing

Im Interview geht es um emotionale Herausforderungen beim Value Investing und was meine Antwort darauf ist, Diversifikation im Portfolio, Clinuvel, die Gefahr eines Bärenmarktes (auf den ich seit Jahren vergeblich warte), Tesla, und was eine Aktie zum Evergreen macht.

Viel Spaß beim Lesen!